PRO BAHN - Ihr Fahrgastverband

Archiv 2012

20.12.2012

Editorial - Pro Bahn-Rundschreiben

Weihnachtszeit - die Zeit der Geschenke. Ein ziemlich großes mit über 100 Millionen Euro hat sich gerade der Zweckverband Großraum Braunschweig gemacht. 20 moderne Elektrotriebwagen wurden jetzt bei Alstom in Salzgitter bestellt für die Bahnstrecken Hildesheim - Wolfsburg und Wolfsburg - Hannover. Bis sie Ende 2015 zum Einsatz kommen, werden die Fahrgäste zwischen Hildesheim und Braunschweig allerdings noch strapaziert. Gerade ist der dritte Fahrplan in diesem Jahr in Kraft getreten. Jeder Fahrplan brachte Zugverschiebungen, erst um 60 Minuten nach vorn, nun wieder um 30 Minuten nach hinten. Welcher Fahrgast macht das mit? Seit Jahren nur die, die wirklich darauf angewiesen sind, die übrigen fahren ICE oder gleich Auto. Hoffen wir, dass in 3 Jahren genügend Fahrgäste gefunden werden - 20 neue Triebwagen sind eine Verpflichtung, einen deutlich verbesserten Fahrplan im Stundentakt langfristig anzubieten.

Zudem sollte sich die Region nicht mit einer eingleisigen Weddeler Schleife zufrieden geben. Es gibt große Pläne für zusätzliche Haltepunkte in Wolfsburg, die die neuen Triebwagen bedienen könnten. Voraussetzung dafür ist das zweite Gleis zwischen Weddel und Fallersleben, wichtig auch für die ICE-Züge und den VW-Verkehr. Hier ist die regionale Politik gefordert, nicht nur Autobahnkreuze auszubauen, sondern auch Investitionsmittel für Bahnschienen in die Region zu holen. Allerdings zeigt die aktuelle Anmeldung der Landesregierung zum neuen Bundesverkehrswegeplan deutlich andere Prioritäten - neben vielen Autobahnen wird gerade einmal die Y-Trasse als Eisenbahnprojekt hervorgehoben.

Doch die Region bekommt noch weitere Geschenke: Neue Fahrzeuge und zudem einen neuen Betreiber wird es auf einem weiteren Netz bereits ab 2014 geben. Das Unternehmen "erixx", bisher in der Heide aktiv, wird künftig auch die Linien Hannover - Bad Harzburg und Bad Harzburg - Uelzen mit neuen Triebwagen bedienen. Damit werden ab 2015 auf den 7 Bahnstrecken im Landkreis Hildesheim nicht weniger als 5 verschiedene Bahnunternehmen verkehren; einen bunteren Strauß auf kleiner Fläche gibt es nirgends sonst.

Einen hoffentlich „geordneten Winter” auf der Schiene und ein gutes Jahr 2013 wünscht Björn Gryschka


19.11.2012

Bahnverkehr im Aufwind, aber Pendler nach Braunschweig werden zum Spielball

Eine gemischte Bilanz zieht Björn Gryschka, Vorsitzender des Fahrgastverbandes Pro Bahn Braunschweig-Hildesheim, zum Fahrplanwechsel am 09.12.12. „Es gibt eine Reihe einzelner Verbesserungen im Bahnverkehr der Region, aber auch große Verlierer, nämlich die Pendler nach Braunschweig”, meint Gryschka.

Die Verbesserungen im Überblick:

S 3 (Hannover - Algermissen - Hildesheim):

Zusätzliche Züge täglich um 23.43 Uhr ab Hildesheim nach Hannover und um 0.35 Uhr von Hannover nach Hildesheim (an 1.15 Uhr). Der Verkehr wird damit um 1 Stunde ausgeweitet. Wichtig für Spätbesuche in Hannover oder Hildesheim, aber auch ein Vorteil für Spätfahrten aus Nordrhein-Westfalen: Z. B. ab Köln erreicht man jetzt mit dem letzten ICE (außer samstags) um 21.10 Uhr noch Hildesheim mit der neuen S 3.

S 4 (Hannover - Sarstedt - Hildesheim):

Hier bleibt zwar die letzte Fahrt ab Hannover unverändert um 0.19 Uhr. Doch gibt es jetzt täglich eine neue Spätverbindung aus Hamburg um 21.59 Uhr mit dem metronom bis Hannover, mit der jetzt diese letzte S 4 noch erreicht wird. „Eine günstige Alternative für einen ausführlichen Hamburgbesuch mit dem Niedersachsenticket”, empfiehlt Gryschka.

Strecke Hildesheim - Hannover:

Der Pendolino, bisher Abfahrt um 8.19 Uhr, fährt künftig wieder um 8.43 Uhr ab Hildesheim. Gryschka: „Diese Zeitlage war bisher außer Takt. Mit der Änderung wird für den Fahrgast wieder verlässlich über den ganzen Tag zur Minute ”43” die schnelle Fahrt nach Hannover sichergestellt.”

Schülerverkehr Hildesheim --> Holle/Sottrum:

Neuer Halt des Pendolino um 15.22 Uhr am Hildesheimer Ostbahnhof, Weiterfahrt nach Derneburg - Goslar; wichtig für Schüler von Scharnhorst- und Goethe-Gymnasium, die dadurch 1 Stunde bei der täglichen Heimfahrt sparen.

Intercity Leinetal:

Für Elze und Alfeld gibt es freitags (Ankunft Alfeld um 20.13 Uhr, Elze um 20.35 Uhr) einen neuen Intercity aus München, Abfahrt dort um 15.14 Uhr. Sonntags hält ein neuer IC aus Hamburg in Elze um 19.29 Uhr, in Alfeld um 19.38 Uhr und fährt dann weiter nach Kassel.

ICE-Verkehr nach Braunschweig - Berlin/Dresden:

Der bisherige Früh-ICE um 5.31 Uhr wird durch einen IC ersetzt, es bleibt bei Abfahrtszeit und Fahrzeiten. Montags - freitags fährt der IC bis Leipzig, samstags wie bisher bis Dresden. „Die Frühverbindung nach Leipzig und damit auch der Umstieg in Braunschweig nach Berlin bleibt erhalten. Der IC hat bei gleichen Fahrzeiten wie vorher der ICE einen günstigeren Preis. Die Änderung ist akzeptabel”, findet Gryschka. Zusätzlich gibt es an Sonntagen einen neuen Entlastungs-ICE von Frankfurt (Ankunft HIldesheim um 20.52 Uhr) nach Berlin.

Pendler Hoheneggelsen - Hannover verlieren den Anschluss:

Verärgert zeigt sich Pro Bahn über den dritten Fahrplanstrukturwechsel auf der Strecke Hildesheim - Braunschweig im Nahverkehr: Alle Regionalbahnen werden erneut um ca. 30 Minuten verschoben, nachdem erst im Juni eine Verschiebung um 60 Minuten erfolgt war. „Ich kenne keine Strecke in Niedersachsen, auf der so oft die Fahrlagen erheblich verändert werden, jeweils ohne Erläuterung gegenüber den Fahrgästen. Wie sollen Fahrgäste, die auf Verlässlichkeit angewiesen sind, dann die ohnehin am geringsten frequentierte Strecke des Kreises noch nutzen?” fragt Gryschka. „Ein planerisches Armutszeugnis für den hier federführenden Zweckverband Braunschweig.”

Obendrein werde nun noch der Anschluss von der S-Bahn von und nach Hannover gekappt, die Regionalbahnen fahren gerade mal 11 Minuten vor bzw. hinter dem ICE, wodurch sich ihr Nutzen noch einmal verringere. Hinzu komme eine komplette Verschiebung der Uhrzeiten zwischen den Fahrplänen montags bis freitags und am Wochenende. „Das kann sich niemand mehr merken.” Da tröste nur wenig, dass es einen neuen Anschluss in Braunschweig weiter nach Wolfsburg gebe. „So etwas wird erst attraktiv, wenn eine solche Verbindung im Stundentakt angeboten wird. Davon sind jedoch die 5 bis 9 täglichen Zugpaare weit entfernt. So erreicht man nur eines: Auch die letzten bisherigen Fahrgäste weichen, wenn irgend möglich, aufs Auto aus”, konstatiert Gryschka bitter.


31.10.2012

Mit dem „Bullenkopp” ins Nachbarland

Gut 60 Teilnehmer konnte Pro Bahn Ende Oktober an 2 Terminen zu einer besonderen Ausflugsfahrt in die Niederlande nach Enschede begrüßen. Von Bodenburg, Hildesheim und Alfeld ging es über Hannover mit dem Intercity durch die Grafschaft Bentheim bis nach Hengelo. Dort wechselten wir in einen Intercity der Nederlandse Spoorwegen (NS) und fuhren bis in das Zentrum von Enschede.

Bereits erwartet wurden wir dort von den freundlichen und unterhaltsamen Stadtführern, die ihre Führungen ehrenamtlich für die örtliche Touristinformation anbieten. Auf den Spuren des historischen Innenstadtwalls bekamen die Teilnehmer interessante Details u.a. über die frühere Textilindustrie und den Wiederaufbau nach den 3 großen Stadtbränden zu hören. Aber auch aktuelle gesellschaftspolitische Themen zum Thema Umgang mit Rauschgift und Coffeeshops kamen beim Stadtrundgang nicht zu kurz. Anschließend bestand noch Zeit, über den Wochenmarkt mit seinem reichhaltigen Angebot zu schlendern und sich z.B. bei einem Stück frischen Gouda-Käse oder einer „Frikandel spezial” (warme Frikadelle in Rollenform mit Ketchup, Majonaise und Zwiebeln) zu stärken.

Am Nachmittag ging es dann mit Nahverkehrszügen wieder in Richtung Heimat. Hierbei nutzten wir den „Grenslandexpress” zwischen Hengelo und Bad Bentheim, dessen Fahrzeuge aufgrund der markanten Fahrzeugfront den Namen „Bullenkopp” tragen. Interessanterweise werden für diesen Zug auf dem Bahnsteig Bad Bentheim ständig 4 Stahlpodeste mit 4 Hubwagen bereit-gehalten, um den Höhenunterschied zwischen dem niederländischen Triebwagen und den deutschen Bahnsteigen zu überbrücken, siehe Foto. Ohne diese originelle Lösung hätte es allerdings den auf 3 Jahre bis Ende 2013 befristeten Verkehr mangels geeigneter Fahrzeuge gar nicht erst gegeben.

Da dieser Grenzverkehr u.a. vom Land Niedersachsen finanziert wird, gilt das Niedersachsen-Ticket hier sogar im niederländischen Nahverkehr grenzüberschreitend bis nach Hengelo und bietet sich für einen Ausflug per Bahn in unser westliches Nachbarland geradezu an. Über Rheine, Osnabrück und Hannover erreichten die Teilnehmer in den Abendstunden wieder den heimischen Landkreis.


26.09.2012

Automatenschulung in Harsum


Am 25.09.2012 bot Pro Bahn am Bahnhof Harsum eine Schulung an den DB-Fahrkartenautomaten an. Auslöser war ein Zeitungsartikel über Unklarheiten bei den Fahrkarten nach Hannover (DB-Tarif bzw. für Monatskarten GVH-Tarif).

Die zwölf interessierten Teilnehmer baten vorrangig darum, einen einfachen und direkten Weg zum Erwerb von Nahverkehrskarten nach Hildesheim und Hannover aufgezeigt zu bekommen. Hierbei wurden insbesondere die in den angrenzenden Verkehrsverbünden angebotenen Mehrfahrtenkarten vermisst. Das Fehlen einer personenbedienten Fahrkartenausgabe vor Ort führt sogar dazu, dass eine Teilnehmerin regelmäßig von Harsum mit dem Auto nach Sarstedt zur dortigen Stadtbahnwendeschleife fährt, um sich im örtlichen Kiosk mit den begehrten Verbundfahrkarten zu versorgen.

Auch wenn die modernen DB-Automaten mittlerweile ein breites Angebot an Fern- und Nahverkehrskarten sowie Freizeittickets bieten, so sind insbesondere Senioren in erster Linie daran interessiert, Fahrkarten des Nahverkehrs mit wenigen Eingaben ohne aufwendige Dialogabfragen zu erhalten.

Bei weiteren Fragen zum Thema Bahnautomaten und Fahrkartenerwerbs steht Ihnen das Team von Pro Bahn unter den angegebenen Kontaktdaten gerne zur Verfügung.


17.07.2012

Holler Schüler kommen besser heim

Ab dem nächsten Fahrplanwechsel am 09.12.2012 werden die Holler Schüler des Goethe- und Scharnhorstgymnasiums in Hildesheim nach der ”8. Stunde” schneller nach Hause kommen als bisher. „Künftig wird der bisher durchfahrende ”Pendolino” nach Halle um 15.22 Uhr einen Halt am Hildesheimer Ostbahnhof einlegen”, sagt Björn Gryschka vom Fahrgastverband Pro Bahn, „damit entspricht die Landesnahverkehrsgesellschaft einem auch von Elternvertretern geäußerten Wunsch, nach langen Unterrichtstagen ihren Kindern eine schnelle Heimfahrt zu ermöglichen.” Bisher mussten die Schüler entweder den Unterricht früher verlassen, um den Pendolino nach langem Fußweg am Hauptbahnhof zu erreichen, bis zu 1 Stunde auf den nächsten Zug warten oder sich abholen lassen.

„Möglich wurde der Halt, weil dieser Zug am Hildesheimer Hbf bisher länger wartet”, erläutert Gryschka. Der Aufenthalt werde nun verkürzt und für den zusätzlichen Halt am Ostbahnhof genutzt. „Damit können zusätzliche Fahrgäste den Zug nutzen, ohne dass bisherige Fahrgäste einen Nachteil haben”, freut sich Gryschka. Zudem werde mit dem neuen Zughalt der Ostbahnhof weiter gestärkt: „Seit der Ostbahnhof 2005 auf Anregung von Pro Bahn alle 2 Stunden Systemhalt für die Züge nach Hannover wurde, haben sich die Fahrgastzahlen beständig aufwärts entwickelt und erreichen mittlerweile über 1100 Ein- und Aussteiger täglich. Das rechtfertigt mittelfristig sicherlich den stündlichen Halt aller Hannover-Züge.”

Eine weitere Fahrplanänderung betrifft ebenfalls den ”Pendolino”. Ab 9. Dezember 2012 wird der außer Takt fahrende Zug um 8.07 Uhr ab Derneburg bzw. 8.19 Uhr ab Hildesheim Hbf Richtung Hannover wieder in der Taktlage der übrigen Züge fahren, also 8.29 Uhr bzw. 8.43 Uhr.


05.06.2012

Bahnstrecke Hildesheim - Braunschweig: Spontaner Fahrplanwechsel überfährt Pendler


Der Bahnhof in Broistedt wird umgebaut, die Zugbegegnungen erfolgen ab 10.06. auf freier Strecke.

Auf die Nahverkehrsfahrgäste zwischen Hildesheim und Braunschweig kommen ab dem 10.06.2012 erhebliche Veränderungen zu. „Die Zugabfahrten zum Feierabend in Braunschweig werden kurzerhand um eine Stunde nach hinten verschoben, von 17.15 Uhr auf 18.15 Uhr und von 19.15 Uhr auf 20.15 Uhr; außerdem die Abfahrt um 8.15 Uhr auf 9.15 Uhr. Welche Fahrgastinteressen werden damit erfüllt?”, fragt Björn Gryschka vom Fahrgastverband Pro Bahn.

Gryschka ärgert sich über die lapidare Vorgehensweise der DB. „Eigentlich gibt es durchaus Positives für den Nahverkehr zu melden: Die Fahrzeiten verkürzen sich ab nächster Woche von meist 41 - 46 Minuten auf grundsätzlich 33 Minuten, weil die langen Wartezeiten in Broistedt entfallen.” Doch davon steht in der Pressemitteilung der DB kein Wort. Stattdessen muss sich der Pendler auf einen unvermuteten Fahrplanwechsel mitten im Jahr einstellen, weil die bisherigen Feierabendzüge plötzlich um 60 Minuten nach hinten verschoben werden. „Erst im Dezember 2010 waren die jetzigen Fahrlagen eingeführt worden. Nach nur eineinhalb Jahren soll es nun wieder ein Zurück geben? Welcher Pendler macht dieses Hin und Her mit? Verlässlichkeit ist das oberste Gebot im Fahrplan. Beliebige Zugverschiebungen vertreiben Fahrgäste!”, meint Gryschka. Zudem sieht es nicht danach aus, dass die Verschiebungen am 10.06.12 die einzigen in diesem Jahr bleiben werden. „Nach unseren Informationen wird der Fahrplan bei Fertigstellung der Zweigleisigkeit im Dezember noch einmal erheblich ”umgekrempelt”. Die Fahrlagen ändern sich wohl erneut deutlich”, sagt Gryschka.

Pro Bahn hat Zweifel, dass Auslöser für die Änderungen Fahrgastwünsche sind. „Nach unserer Analyse geht es der DB darum, für den Fahrplan zwischen Braunschweig und Hildesheim statt bis zu drei nur noch maximal zwei Triebwagen einzusetzen, die entsprechend öfter, aber zu anderen Zeiten pendeln. Was hat der Fahrgast von dieser betriebswirtschaftlichen Optimierung?” Gryschka vermisst zudem die Gestaltung durch den Aufgabenträger Zweckverband Braunschweig. „Normalerweise wird dort ein detaillierter Fahrplan entworfen, orientiert an den Interessen der Fahrgäste. Dieser wird langfristig in seiner Grundstruktur eingehalten, ggf. gezielt optimiert, und zwar für die Fahrgäste, nicht für den Betreiber. Doch hier bestellt der Zweckverband anscheinend nur, was der Betreiber DB gern fahren möchte. Und warum macht der ZGB diese doppelten Änderungen der nächsten Monate nicht transparent?”

Gryschkas Fazit: „Die Fahrgäste zwischen Braunschweig und Hildesheim werden nach wie vor stiefmütterlich behandelt. Nach den großen Kürzungen Ende 2010 werden jetzt weitere Fahrgäste vergrault. Dabei hat der ZGB erklärt, diese neu ausgebaute Strecke ab Ende 2015 deutlich besser bedienen zu wollen. Und: Was müssen die Fahrgäste bis dahin noch alles mitmachen? Sollen die Fahrgastzahlen gar mit Absicht in den Keller getrieben werden, um eine ungeliebte Strecke stilllegen zu können?”, fragt Gryschka.


04.04.2012

Pro Bahn-Bundesverbandstag fand in Bad Salzdetfurth statt

Vom 23. - 25. März 2012 waren rund 50 Delegierte aus ganz Deutschland sowie der Pro Bahn-Bundesvorstand und zahlreiche prominente Bahngäste in Bad Salzdetfurth zu Gast. Am Freitagabend gab es die traditionelle Verleihung der Fahrgastpreise. Unter anderem wurden Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, für die Rückkehr der Deutschen Bahn zum „Brot- und Buttergeschäft”, Dr. Wolf Gorka, ehem. Geschäftsführer der LNVG, für die Schaffung des niedersächsischen Fahrzeugpools sowie die niedersächsischen Reaktivierungsprojekte ausgezeichnet. Einen ausführlichen Bericht hierzu sowie die Laudatio auf die Streckenreaktivierungsprojekte finden Sie auf der Homepage des LV Niedersachsen.

Eine besondere Auszeichnung hat zudem unser Landesverband erstmalig vergeben: Für seine langjährigen und einzigartigen Verdienste um den Gesamtverband Pro Bahn, die immer wieder auch in Niedersachsen Türen geöffnet haben, erhielt der Bundesvorsitzende Karl-Peter Naumann aus Hamburg den „Goldenen Schienennagel”. Die Rede des Landesvorsitzenden finden Sie ebenfalls auf der Homepage.

Am Samstag haben die Delegierten einen neuen Bundesvorstand bestimmt. Der bisherige Vorsitzende Karl-Peter Naumann sowie der stellv. Vorsitzende Stefan Jugelt (Dresden) haben aus beruflichen Gründen nicht wieder kandidiert. Ausgeschieden ist ebenfalls der niedersächsische Vertreter und bisherige stellvertretende Vorsitzende Ulrich Grunert aus Hemmingen in einer Kampfabstimmung gegen Prof. Heiner Monheim.


Der neue Bundesvorstand: Stellv. Vorsitzender Prof. Heiner Monheim, Bundesvorstand Finanzen Marcel Drews, Alt Rehse (MV), Stellv. Vorsitzender Alexander Drewes, Kassel, Vorsitzender Jörg Bruchertseifer, Augsburg, Stellv. Vorsitzender Winfried Karg, Aichach (BY)

Der Bundesverbandstag endete schließlich mit einer Exkursion in den Hildesheimer Hafen und zum Straßenbahnmuseum in Sehnde-Wehmingen. Die eigentlich geplante Sonderfahrt mit der Nordwestbahn war wegen technischer und organisatorischer Probleme abgesagt worden. Stattdessen konnte aber die Osning-Bahn aus Bielefeld mit ihrem historischen MAN-Schienenbus und der ehrenamtlichen Mannschaft für die Fahrt von Bad Salzdetfurth in den Hildesheimer Hafen gewonnen werden. Dort gab es einen interessanten Vortrag der Hafenbetriebsgesellschaft zur weiteren Entwicklung des Hafens. Mit historischen Post- und Stadtbussen mit ehrenamtlichen Fahrern gelangten wir dann nach Sehnde, wo wiederum ehrenamtliches Engagement beim Erhalt von Straßenbahnfahrzeugen zu bestaunen war. Bei strahlendem Sonnenschein wurde unser Regionalvorstand, dem die komplette Programmorganisation vor Ort oblegen hatte, vielfach gelobt. Auch von mir noch einmal ein herzliches Dankeschön an die Kollegen Uwe Helbig, Holger Klages und Nils Könnecke!

Björn Gryschka, Landesvorsitzender


19.01.2012

Großes Interesse an Automatenschulung


Uwe Helbig von Pro Bahn erläutert in Hildesheim den Schulungsteilnehmern den Kombitarif NWB/RVHi

Reger Erfahrungsaustausch am NWB-Automaten in Wesseln

Gut vierzig interessierte Teilnehmer nahmen an der von Pro Bahn initiierten Automatenschulung in Zusammenarbeit mit der DB und der Nordwestbahn (NWB) teil.
Zunächst erläuterte ein Vertreter der DB die grundsätzlichen Funktionen der DB-Touch-Screen-Automaten im Hildesheimer Hbf und zeigte die Schritte zum Erwerb von Nah- und Fernverkehrsfahrkarten sowie den regionalen Ticketangeboten (z.B. Niedersachsenticket).

Da seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2011 die Automaten aus den Zügen der Lammetalbahn entfernt wurden, ergeben sich insbesondere für den Fahrscheinkauf an den Hildesheimer DB-Automaten einige wichtige Neuerungen. Vertreter unseres Regionalverbandes gaben diesbezüglich Hilfestellungen zum Erwerb von Fahrkarten für den "Kombitarif Nordwestbahn/Regionalverkehr Hildesheim" (NWB/RVHi): Fahrgäste aus Hildesheim mit einem Ziel im Lammetal und darüber hinaus (z.B. Salzdetfurth, Bodenburg, Lamspringe oder Bockenem) wählen am DB-Automaten in Hildesheim auf dem Start-Display immer den Menüpunkt "Verkehrsverbund / Kombitarif NWB/RVHI". So ist sichergestellt, dass tatsächlich auch Fahrkarten des Kombitarifs NWB/RVHI (siehe auch Aufdruck auf der Fahrkarte) erworben werden, die dann auch in den Anschlussbussen im Ortsgebiet von Bad Salzdetfurth bzw. Bodenburg anerkannt werden. Zudem sind unter dem vorgenannten Menüpunkt auch sämtliche Ziele an den Buslinien nach Bockenem und Lamspringe zu finden. Diese speziellen Tarifinformationen, die vielen der Anwesenden bislang unbekannt waren, wurden von den Teilnehmern dankend angenommen.

Anschließend fuhr die Gruppe per Bahn zum Haltepunkt Wesseln, wo bereits weitere Teilnehmer auf unsere Ankunft warteten, um ebenfalls an der Schulung am dort aufgestellten NWB-Automaten teilzunehmen. Eine Angestellte des Bahnunternehmens aus Osnabrück erläuterte anschließend die, im Vergleich zur DB, doch etwas schnellere Benutzerführung. Allerdings können an diesen Automaten nur Fahrkarten des Nahverkehrs erworben werden. Für die Nutzung von Fernverkehrszügen kann jedoch ein sogenannter "Anfangsfahrschein" erworben werden, welcher im Fernverkehrszug der DB in voller Höhe und ohne Aufpreis auf die dann dort zu lösende Fahrkarte (ohne Sparpreise) angerechnet wird. Nach einem regen Erfahrungsaustausch der Teilnehmer mit dem anwesenden Schulungspersonal ging es anschließend wieder zurück nach Hildesheim. Pro Bahn bedankt sich an dieser Stelle bei den Teilnehmern für das große Interesse sowie bei der DB und Nordwestbahn für die Unterstützung der Schulungsveranstaltung. Für spezielle Fragen und Informationen stehen wir gerne zur Verfügung. Wir stehen zu tariflichen Fragen im engen Kontakt mit der Nordwestbahn, Anregungen sind gerne willkommen.


13.01.2012

Fahrscheinkauf leicht gemacht

[Pressemitteilung]

Pro Bahn, NWB und DB bieten gemeinsam Schulung für Ticketautomaten an

Seit rund einem Monat ist die NordWestBahn auf der Weser- und Lammetalbahn (Bünde - Hildesheim/Hildesheim - Bodenburg) unterwegs. Mit dem neuen Betreiber hat sich auch der Verkauf der Fahrkarten geändert: Seither können Fahrgäste ihre Fahrkarten bequem an den neuen blauen Automaten erwerben, die die NordWestBahn an vielen Bahnhöfen aufgestellt hat. Ob Einzelfahrschein, Schönes-Wochenende-Ticket oder Kombitarif RVHI, der Kunde kann aus einer Vielzahl an Fahrscheinen auswählen. Damit der Fahrgast schnell und möglichst unkompliziert den für ihn passenden Fahrschein erhält, lädt der Fahrgastverband Pro Bahn zusammen mit den beiden Unternehmen Deutsche Bahn (DB) und NordWestBahn (NWB) zu einer Schulung am Fahrkartenautomaten ein.

Am Mittwoch, 18. Januar treffen sich alle Interessierten um 16:45 Uhr im Hildesheimer Hauptbahnhof. Geschult wird zunächst am DB - Automaten. Er hat das gleiche Ticketsortiment im Programm wie der NWB-Automat, hat aber eine andere Bedieneroberfläche. Um 17:36 Uhr fährt die NWB-Gruppe nach Wesseln zum NWB-Automaten, zurück geht es mit dem Zug um 18:15 Uhr. Hauptsächlich soll die Hemmschwelle vor dem Automaten abgebaut werden, zudem gibt es natürlich nützliche Tipps rund um Tarife und ums Bahnfahren. Die Schulung und die Bahnfahrt sind kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


© 25.04.2014 / PRO BAHN Braunschweig-Hildesheim rv-bs-hi@niedersachsen.pro-bahn.de